Trendbarometer 2020

Veröffentlicht von Lisa Krohmer am

Trendbarometer2020

In den letzten Wochen haben wir über unsere Social Media Kanäle fleißig die Ergebnisse des Trendbarometers 2020 geteilt. Falls ihr euch gefragt habt, was es mit dem Trendbarometer auf sich hat und euch die Ergebnisse im Detail interessieren, dann bleibt dran, denn wir haben für euch die aktuellen Trends und Entwicklungen der Metropolregion Rhein-Neckar zusammengestellt.

Als Folgestudie der Trendbarometer 2015, 2017 und 2018 befragte unser Team von INTEGRA.ev auch im letzten Jahr 77 Geschäftsführer:innen und Führungskräfte der Metropolregion Rhein-Neckar zu den Auswirkungen aktueller Wirtschaftstrends auf ihr Unternehmen. Da die Teilnehmenden der Studie aus diversen Branchen und Unternehmensgrößen kommen, ist es unserem Team gelungen ein umfassendes Bild über die Einschätzungen von Trends in der Region zu erfassen. Zusätzlich zu den aktuellen Untersuchungen verfolgt die Studie auch Trends des vorangegangenen Trendbarometer 2018 weiter, wobei Marketing- und Vertriebstrends im Fokus standen.

Beleuchtet wurden die fünf Megatrends Innovation, digitale Transformation, Nachhaltigkeit, Marketing und die Auswirkungen von Krisensituationen. Führungskräfte aus der Metropolregion Rhein-Neckar sehen die Innovationskraft des eigenen Unternehmens als zentralen Faktor für Erfolg. Dabei geht der Trend in Richtung Eigenkreation – die Auslagerung von Projekten spielt eine untergeordnete Rolle. Als besonders relevant für die Innovationskraft eines Unternehmens werden qualifizierte Mitarbeiter erachtet, aber auch der Standort Rhein-Neckar wird als überaus attraktiv empfunden. Knapp die Hälfte aller Unternehmen möchte zur Ermöglichung neuer Produkte und Dienstleistungen neues Personal einstellen. Innovationstätigkeiten sollen in Zukunft bevorzugt im Unternehmen stattfinden – die Auslagerung von Projekten erlebt somit einen Rückgang.

Als weiteren zentralen Treiber des Unternehmenserfolgs sehen Unternehmer:innen die Chancen der digitalen Transformation. Ermöglicht wird diese Transformation vor allem durch die Verbesserung von internen Abläufen. Erst danach rangieren externe Faktoren wie Anforderungen des Kunden oder ein sich veränderndes Marktumfeld. Abgeschlagen werden Regulierungen und Pflichten durch Auflagen eingeschätzt. So gibt noch immer der Markt das Tempo der Digitalisierung für Unternehmen aus der Region vor.

Vorbereitet für die zunehmende Digitalisierung sehen sich viele Unternehmen aber noch nicht. Das zeigt sich unter anderem in der Herausforderung, Kunden durch digitale Marketingmaßnahmen zu erreichen. Problematisch zeigt sich dabei die verstärkte Nutzung von Endgeräten sowie die Veränderung von Anforderungen und Kaufverhalten der Kunden. Digitale Vertriebskanäle und die Relevanz des eigenen Internetauftritts, auch auf Social Media, erfreuen sich großer Popularität.

Überraschend sind die Ergebnisse der Nachhaltigkeitsbestrebungen regionaler Unternehmen. Während sich internationale Großkonzerne ambitionierte Nachhaltigkeitsziele setzen, besitzt weniger als die Hälfte der befragten Unternehmen eine solche Strategie. Auch in der Budgetierung und Zukunftskalkulation spielen Investitionen für Nachhaltigkeitsthemen keine oder eine sehr kleine Rolle. Eine Steigerung der Nachhaltigkeitsanstrengungen ist zudem nur bei 27% der Unternehmen geplant.

Eine größere Herausforderung sehen Unternehmen im Umgang mit der Coronapandemie. 47% der befragten Unternehmen verzeichnen starke oder sehr starke Umsatzeinbrüche. Kurzarbeit, Homeoffice und unzuverlässigere Lieferketten stellen nur für knapp ein Viertel der Unternehmen ein Problem dar. 56% sind durch Rücklagen vor Krisen abgesichert – bei mehr als der Hälfte reichen die Rücklagen sogar bei starkem Umsatzeinbruch länger als drei Monate. Danach sind Unternehmen auf externe Hilfen angewiesen, zum Beispiel in Form von staatlichen Hilfspaketen. Das Vertrauen in die Maßnahmen der Regierung ist jedoch durchwachsen. Nur ein Drittel erachtet die Maßnahmen als wirksam, genauso viele sehen darin wenig oder gar keine Wirksamkeit.

Die Ergebnisse zeigen, dass die Metropolregion Rhein-Neckar als attraktiver Standort für Investitionen überzeugt. Neue Trends dürfen allerdings nicht verpasst, sondern müssen genutzt werden, um weiterhin attraktiv zu bleiben.

Auch in diesem Jahr arbeitet wieder ein Team von INTEGRAner:innen an der Trendbarometer2021 Studie. Somit könnt ihr gespannt einem Artikel über die aktuellen Trends und Entwicklungen in der Region entgegenblicken.

Kategorien: Trendbarometer

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